Craniosacraltherapie Renate Baschung

Long Covid - was wirklich hilft

Das bin nicht mehr ich

Schlapp sofort bis zu 48 Stunden nach einer Aktivität, Kopfschmerzen, Atemnot, Angstzustände, Husten, Atemnot, Ausschlag, die Liste liesse sich fast endlos fortsetzen. Die Klienten kämpfen darum, erst einmal ernst genommen zu werden, dass man ihnen glaubt und vertraut, um anschliessend den langen und oftmals mühevollen Weg zurück in ihre Gesundheit zu finden.

Die häufigsten Beschwerden sind

  • Brain Fog (Gehirnnebel); Konzentrationsstörungen
  • Atemnot
  • Druckgefühl auf dem Brustkorb
  • Fatigue-Syndrom (Müdigkeit und Erschöpfung)
  • Fieber
  • Kopfschmerzen
  • Schlafstörungen
  • despressive Verstimmungen und oder Ängste
  • Wortfindungsstörungen
  • Schwindel
  • Verlust von Geruchs- Geschmackssinn
  • Tinnitus

Kaum zu unterscheiden von CFS

Die Klienten, die oft vorher topfit waren, erleiden nun das gleiche Schicksal wie Patienten mit CFS (chronischem Müdigkeitssyndrom) Fibromyalgie und ähnlichen Erkrankungen. Kann man all diese Erkrankungen als Psychosomatisch bezeichnen? Ihr wisst, mein Ansatz ist ganzheitlich und für mich ist die Frage was war zuerst genauso unsinnig zu ergründen, wie bei dem Huhn und dem Ei. Sicher ist, dass die Erkrankung als solche sehr belastend ist und dass unser Immunsystem auf unsere Psyche reagiert. Umgekehrt ist es genauso, unsere Psyche reagiert unmittelbar auf unseren Gesundheitszustand. Ich kenne niemanden, der einfach fröhlich im Bett liegt, während er Kopfschmerzen hat und ihm übel ist. Und es ist zermürbend, es ist nämlich nicht immer gleich schlecht, es gibt gute Tage zwischendrin, man schöpft Hoffnung und macht ein bisschen mehr und stellt sich schon vor, dass es jetzt endlich vorbei ist und zwei Tage später fühlt man sich wieder als wäre man vom Lastwagen überfahren worden.

Risikofaktoren für die Entwicklung einer Long Covid Erkrankung

  • Alter > 55
  • Übergewicht, Diabetes
  • Stress, erschöpfung, Depression, Anststörung
  • Weibliches Geschlecht
  • Mehr als 5 Symptome in der ersten Krankheitswoche
  • Asthma
  • Leistungssportler

Kinder und Jugendliche sind von Long-Covid deutlich seltener betroffen

Auf der Suche nach den Ursachen

Was sind die Ursachen all der Symptome, die besonders Laien nicht nachvollziehen können? Die Ursachen sind vielfältig, weil der Begriff eigentlich eine Sammlung von Störungen ist, die sich nach einer Erkrankung mit Covid 19 ergeben können. Eine Ursache kann sein, dass der Körper nicht in der Lage ist, die Viren, die in unserem Körper zirkulieren oder sich auch an einigen Orten sicher verschanzt haben, in Schach zu halten. Die Viren schädigen die Mitochondrien, und diese sind die Kraftwerke unseres Körpers, sowie die Gefäss-Innenwände, und beide Mechanismen führen dazu, dass sowohl zu wenig Energie als auch zu wenig Sauerstoff zur Verfügung steht. Zu sagen ist noch, dass die Erkrankung auch bei anderen Viruserkrankungen ein ähnliches Bild zeigen kann.

So als wäre der Virus noch da

Jetzt halt dich fest: Ein Neurologe in New York hat in einer Studie festgestellt, dass der oben genannte Mechanismus auch ohne Viren weiter funktionieren kann, und zwar weil das Gehirn (nicht die Psyche) genau genommen die Amygdala in ein  PTBS (posttraumatische Belastungsstörung) gerät. Dies passiert besonders häufig, wenn zu der Erkrankung noch ein anderes Trauma dazukommt. Verlust einer nahestehenden Person (oder auch nur die Angst davor), ein Unfall, eine bakterielle Erkrankung oder eine andere zusätzliche Erkrankung mit Viren oder Pilzen, Übertraining oder auch Stress im Job. Dann schädigen nicht die Viren die Mitochondrien, sondern der Stresscocktail, der uns durchflutet und löst letztendlich genau das Gleiche aus.

Der Mann der nicht mehr schlafen konnte

Ich hatte mal einen Klienten, der mehrere Monate nach einer durchgemachten Covid Infektion kaum mehr schlafen konnte. Er war fix und fertig, weil er kaum mehr als 2 Stunden Schlaf pro Nacht erhielt, egal was er tat. Innerhalb der Behandlung fanden wir heraus, dass der Erkrankung ein beängstigender Gedanke gefolgt war. Sobald dieser Gedanke ausgesprochen und überprüft war, waren die Schlafstörungen wie weggeblasen.

Autoimmunreaktionen

Es gibt auch noch Theorien über ein Autoimmungeschehen, sodass der Körper sich gegen eigene Zellen richtet. Auch das ist möglich, da es ja eigene Zellen sind, die bei einer Virusinfektion die Viren produzieren und dann von der Immunabwehr beseitigt werden.

Organ- und Gefäss-Schäden

Dann gibt es noch die Patienten, die aufgrund von Mikro-Infarkten oder direkt durch Zellschädigung durch den Virus Organdefekte erlitten haben. Besonders in Leber, Herz und Nieren, der Lunge oder dem Gehirn machen sich stark in der Leistungsfähigkeit bemerkbar. Auch diese lösen neben einer Funktionseinschränkung im betreffenden Gebiet eine Stressreaktion in der Amygdala aus, die dann zu einem Teufelskreis führen kann.

Chronische Hyperventilation

Und dann gibt es noch eine relativ häufige Ursache. Durch das Gefühl gestresst zu sein oder zu wenig Luft zu bekommen, gewöhnt sich der Körper eine Hyperventilation an, also es wird zu viel geatmet. Nun könnte man denken, viel und tief atmen ist doch gut, viel Sauerstoff kann ja nicht schaden. Doch es ist ein wenig komplizierter, wenn wir viel atmen, dann atmen wir auch viel Kohlendioxid aus und dieses wird im Körper unter anderem benötigt, um den Sauerstoff vom Blut in die Zellen zu bringen. Wir erzeugen also eine volle Speisekammer und verschliessen die Tür, sodass wir nicht dran kommen.

Körper und Geist sind eine Einheit

Ich hoffe, ich konnte aufzeigen, dass da durchaus körperliche Vorgänge beteiligt sind, ja meist sogar ursächlich vorhanden sind. Und das bedeutet nicht, dass wir keinen Einfluss darauf nehmen können, denn wir haben mit unseren Gedanken und Gefühlen einen immensen Einfluss auf unseren Körper. Du entscheidest, nicht deine Schmerzen!

Ganzheitliche Therapieziele  

Eine wirkungsvolle Therapie baut meiner Ansicht nach auf den folgenden Säulen auf: ⁣

  • Stärkung des Immunsystems und hier besonderes der T-Zellen-Immunität, um die Viren in Schach zu halten
  • die Atmung wieder in ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Sauerstoff und Kohlendioxid bringen und damit Verbesserung der Sauerstoffversorgung des Körpers für höhere Leistungsfähigkeit und eine bessere Heilung aller Gewebe
  • Verbesserung des Gefässsystems ebenfalls für höhere Leistungsfähigkeit, und  eine verbesserte Heilung aller Gewebe
  • eine Diät, die den Körper auf natürliche Art darin unterstützt die Viren zu bekämpfen und ihm die nötigen Mineralien, Spurenelemente, Ballaststoffe und Vitamine zur Verfügung stellt, die er jetzt braucht, um die Zellen zu reparieren
  • und den Körper wieder in einen Zustand von Normalität versetzen, also dem Teufelskreis von chronischem Stress ausgelöst in der Amygdala zu beenden.

Eine lange Reise beginnt immer mit einem ersten Schritt

Da du, wenn du betroffen bist, nicht in der Lage bist alles miteinander zu tun, spüre ich dich hinein, welche dieser Massnahmen sind es, die du für dich einsetzen möchtest. Frage nicht deine Gedanken, sondern deinen Körper, indem du hineinspürst, wie fühlt sich das an. Denke an die Massnahmen und fühle in deinen Bauch oder deine Lunge.  Fühle einfach, wenn du dir die Massnahmen einzeln vorstellst, bei welchem Punkt sich etwas in dir entspannt. Oder wo du gerne mehr wissen möchtest, wo es dich hinzieht. Beginne mit genau dieser Massnahme. Sobald du Erfolge hast, kannst du eine weitere dazu nehmen und vielleicht ist auch das dann gar nicht mehr nötig. Wenn du versuchst gleich alles umzusetzen, es ist unwahrscheinlich, dass du die Energie dazu hast und dein Körper nicht genau deshalb noch mehr unter Stress kommt. Deshalb sei achtsam und liebevoll mit dir.

Stärkung des Immunsystems

Hier empfehle ich die Wim-Hof Methode von Wim Hof mit Anwendungen von kaltem Wasser und Atemübungen. Wim Hof konnte in Studien nachweisen, dass seine Methode und hier besonders seine Atemübungen eine unmittelbare Immunantwort auslösen und die Immunabwehr verbessern.

Ausgewogenes Sauerstoff und Kohlendioxid Verhältnis

Hier empfehle ich das Buch Erfolgsfaktor Sauerstoff von Patrick McKeown. Er erklärt in dem Buch den Weg von einer chronischen Hyperventilation zu einer effizienten und mühelosen Atmung auf Basis der Buteyko Technik. Eine Methode, die der momentanen Leistungsfähigkeit gut angepasst werden kann. Wenn eine vorgeschädigte Lunge vorliegt, sind die Übungen mit grosser Vorsicht und Achtsamkeit auszuführen, evtl. lohnt sich dann auch die Begleitung durch einen Therapeuten.

Verbesserung des Gefäss-Systems

Dies kann ebenfalls durch regelmässige kalte Duschen oder kalte Bäder erreicht werden oder und durch die Cranio-Behandlungen des Gefässsystems, wie es Michael Shea lehrt. Gefässtraining ist bei der Heilung von Gewebeschäden genauso sinnvoll, wie bei der Behandlung von Infarkten oder Mikroinfarkten oder nach einer Herzmuskelentzündung. Fang langsam und vorsichtig an, du kannst dich da entweder an der Kneipp-Methode orientieren oder an Wim Hof oder/und lasse dich unterstützen von einer entsprechenden Cranio-Therapeutin.

Ernährung für eine optimale Unterstützung

Tiere die krank sind fasten. Das kann eine mögliche Variante sein, die Heilung zu unterstützen, eine Heilfastenkur. Die einfachere und häufig angenehmere Möglichkeit ist eine Ernährung, die den Körper wenig belastet und ihm gleichzeitig viele heilsame Stoffe aus der Natur zur Verfügung stellt. Optimal ist alles, was du in der Obst- und Gemüseabteilung findest, also viel Salat, Gemüse und Früchte (hier besonders Beeren aller Art)

Raus aus dem Gefahrenzustand

Für mich persönlich einer der wichtigsten Faktoren. Auch hier gibt es verschiedene Ansätze. Mein Lieblingsansatz ist theWork von Byron Katie, die uns unter anderem trainiert nach einem erschreckenden Ereignis wieder in die Handlungsfähigkeit zu kommen. Hierzu gibt es diverse Videos auf YouTube und auch viele interessante Informationen auf der Original-Webseite von Byron Katie selber www.thework.com. Oft ist es einfacher, sich hier von jemandem begleiten zu lassen, der viel Erfahrung mit der Methode hat. Wie in dem oben genannten Fall mit den Schlafstörungen genügen oft wenige Sitzungen, um zu durchschlagenden Erfolgen zu führen.


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Meine Leidenschaft ist Gesundheit, deshalb wurde ich Physioterapeutin, später Komplementärtherapeutin mit Schwerpunkt Craniosacral Therapie. Ganzheitliche Gesundheit von Körper, Seele und Geist.
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