Craniosacraltherapie Renate Baschung

Wie Du deinen Körper sofort zu deinem besten Freund machst

Ob der Körper ihr Freund oder Feind ist, kannst nur du entscheiden. Freundschaft entsteht durch positive Erlebnisse miteinander. Was ist das Besondere an einem Freund? Das Zusammensein ist unangestrengt. Ich kann mich mit ihm entspannen. Ich bringe ihm viel Wertschätzung entgegen, egal was er tut. Ich muss auch nicht alles gut finden, aber ihn finde ich in Ordnung. Wenn er mir etwas erzählt, dann ist mir das wichtig. Ich höre gut zu. Ich nehme Anteil an seinen Sorgen und Nöten. Ich verbringe gerne viel Zeit mit ihm zusammen und geniesse diese Zeit. Ich gehe achtsam mit ihm um, denn er ist mir wichtig. Und ich habe viel Spass mit ihm, wir können zusammen über das Leben lachen.

Meinen Körper hingegen behandle ich manchmal wie ein altes Fahrrad. Er ist müde, aber ich will mir Zeit nehmen. Koffein hilft sofort. Er ist krank und ich habe keine Zeit mich ins Bett zu legen. Auch dafür gibt es Medikamente. Ich bin todmüde, habe aber einer Freundin versprochen noch vorbeizukommen, also los gehts. Ich nehme ihn hart ran, wenn es mir gerade passt, er soll einfach funktionieren.  

Und dann gibt es noch meine Gedanken über meinen Körper: "Meine Güte, jetzt stell dich nicht so an." "Was schon wieder müde?" "Oh, das sollte jetzt langsam mal besser werden." "Wie lange soll das denn noch so gehen?" oder "Uh' wie sieht das denn aus?" Ich schaue ihn an und spare nicht mit Kritik. Er soll dieses und jenes, er soll dafür sorgen, dass ich gut schlafen kann, dass ich erfüllenden Sex habe, überirdisch aussehe, dabei essen kann, was ich will und mich ansonsten mit anderem beschäftigen kann. Dafür soll er dann genügend Energie bereitstellen. Ach ja, habe ich vergessen zu erwähnen, dass er beweglich und stark sein soll? Schmerzen sind selbstredend inakzeptabel.

Eine Freundschaft würde das nicht lange mitmachen, aber mein Körper hat keine andere Wahl. Er kann sich niemand suchen, der liebevoller mit ihm umgeht. Und das unfassbare ist, es ist ihm egal: mit den Worten von Byron Katie:

Körper denken nicht, Körper kümmern sich nicht, Körper haben keine Probleme mit sich. Sie greifen sich nicht an, sie schämen sich nicht. Sie versuchen einfach sich selbst im Gleichgewicht zu halten und zu heilen. Sie sind wunderbar effektiv, intelligent und einfallsreich. Wo kein Gedanke ist, da ist kein Problem. Was uns verwirrt, sind die ungeprüften Geschichten, die wir glauben. Mein Körper kann nicht an meinem Schmerz schuld sein. Ich erzähle die Geschichte meines Körpers, und weil ich sie nicht geprüft habe, halte ich meinen Körper für das Problem und denke, wenn sich nur dieses oder jenes ändern würde, wäre ich glücklich.

Heute Morgen kam eine meiner Lieblingsklientinnen zur mir. Und erzählte mir, sie habe nach vielen Monaten wieder mal eine Migräne gehabt. Sie ist schon eine Weile bei mir und sehr achtsam auf ihr Leben und ihre Gedanken. Und so fuhr sie fort:"Ich weiss auch, was es ausgelöst hat, ich habe mich fürchterlich geärgert." Wir haben uns dann zusammen die Situation angeschaut, wie in Zeitlupe und ohne Bewertungen, mit den 4 Fragen von Byron Katie und den Umdrehungen. Wir haben ein ganzes Arbeitsblatt zusammen untersucht, mit dem Ergebnis, dass sie genau das wollte, was ohnehin passiert ist. Warum hilft das ihrer Migräne, wenn es dem Körper doch egal ist?

Ihr Körper kann nicht denken. Er ist ein extrem intelligentes System, das sich selbst ständig korrigiert und in Balance bringt. Und vielleicht ist es deswegen so effizient und intelligent, weil es eben nicht denken kann. Unser Denken befähigt uns die Vergangenheit zu analysieren und uns eine Zukunft vorzustellen. Das kann sehr praktisch und sinnvoll sein. Ich kann mir zum Beispiel vorstellen, was ich noch im Kühlschrank habe, was ich darauf kochen möchte und dann schon vorher feststellen, dass ich den Brokkoli, den ich dafür benötige, gar nicht habe. So kann ich auf dem Heimweg noch schnell im Supermarkt vorbei.

Mein Körper braucht diese Funktion nicht, im Gegenteil es wäre hinderlich und so kann er nicht in die Zukunft denken, hat keine Vergangenheit, reguliert einfach zuverlässig im Hier und Jetzt seine Funktionen. Es fehlt etwas? Gut, er produziert es selbst oder er kompensiert es, soweit ihm das möglich ist.

Warum heilen wir dann schneller, wenn wir in Akzeptanz sind mit dem wie unser Körper gerade erscheint? Und ist das überhaupt wahr? Ich lade dich ein, es selbst zu überprüfen: Nimm einen Moment, in dem Du völlig in Harmonie bist mit deiner Umgebung, vielleicht scheint die Sonne und du bist in der Natur. Du sitzt unter einem Baum und alles ist gut. Das Knie, das vorher noch weh getan hat, stört dich jetzt gerade nicht, du hörst die Vögel singen und verschmilzt auf eine angenehme Art fast mit deiner Umgebung. Wenn du jetzt deinen Puls misst, wirst du vermutlich irgendeine Zahl zwischen 45 und 70 erhalten, je nach Trainingszustand (du kannst es dir auch nur vorstellen, bis du das Gefühl hast, das funktioniert auch). Jetzt nimm ein Körperteil, dass dich schon länger plagt. Fange an daran herumzustudieren, warum dieser Körperteil nicht so funktioniert, wie er sollte, was du falsch gemacht hast, was er falsch gemacht hat, stell dir eine Zukunft vor, wo das immer schlimmer wird. Und um das Desaster perfekt zu machen, kannst du dich noch mit anderen Menschen vergleichen, die das Problem nicht haben. Wenn du das Gefühl dazu spürst und jetzt deinen Puls misst, dann wird er wesentlich höher liegen, als im ersten Szenario.

Warum ein höherer Puls dich hindert gesund zu werden

Und warum ist ein höherer Puls so hinderlich für den Körper? Für den Körper ist ein höherer Puls ein Zeichen von Stress. Eigentlich ist es sogar umgekehrt, über unsere Gedanken erzeugen wir Stress und der Körper erhöht Puls und Blutdruck, stellt Energie bereit in den Muskeln, damit wir weglaufen oder kämpfen können und er stellt die nicht lebensnotwendigen Reparaturvorgänge ein. Denn jetzt geht es ja erst einmal darum zu überleben. Er braucht für diesen Zustand viel Energie und altert schneller, doch das ist es natürlich wert, wenn es unser Überleben sichert. Unser Körper kann nicht unterscheiden, ob Stress nur in unseren Gedanken da ist, oder in der Realität. Zum Heilen ist Stress also kontraproduktiv.

Und wie bringe ich jetzt die Gedanken zum Schweigen?

Es hilft, die Gedanken zu beobachten.
1. Was könnte der Gedanke:"Du blödes Knie, jetzt hör mal auf so blöd zu tun!" bewirken? Ich werde wütend, es versaut mir den Spaziergang...
2. Und was könnte die gute Absicht sein hinter dem Gedanken: "Ich will meinen Spaziergang geniessen, Bewegung tut mir doch gut, jetzt kann ich bald gar nichts mehr machen...(gute Absicht ist, ich möchte mich freudig und mit Leichtigkeit bewegen.
3. Hilft der Gedanke dabei, das Ziel zu erreichen? Ich gehe wieder in die Beobachtung: Ich werde wütend, ich bewege mich nicht mehr mit der gleichen Leichtigkeit, ich bin nicht mehr achtsam auf die Signale meines Körpers und mein Puls wird schneller, mein Körper hat Stress, ich auch und wir miteinander auch noch. Nein, es hilft nicht.
4. Angenommen ich könnte den Gedanken nicht denken, angenommen dieser Gedanken hätte mich nie erreicht oder auch wie war es kurz bevor dieser Gedanke Besitz von mir genommen hat? Wie ging es mir da? Hätte ich vielleicht dann genau die Leichtigkeit, die ich mir gewünscht habe? Was für ein Geschenk, ich kann die Leichtigkeit haben, mit oder ohne schmerzenden Knie.

Gedanken sind wie verschreckte Kinder. Sie wollen gehört werden, sie wollen ernst genommen werden. Das heisst nicht, dass ich alles gut finde oder gar mache, was sie wollen. Und doch haben sie ein Recht zu sein, sie wollen ihre Geschichte erzählen und dann sind sie bereit wieder zu gehen. Sie sind ein wenig wie Gäste, die ungebeten ins Haus kommen, und wenn wir ihnen Beachtung schenken, uns ihre Geschichte anhören, dann nicken sie freundlich und gehen wieder. Und häufig lassen sie uns ein echtes Geschenk da. Das funktioniert, wenn wir in die Rolle des Beobachters gehen, wenn wir die Identifikation mit dem Gedanken loslassen, wenn wir uns wie von aussen beobachten. Häufig ist das einfacher, wenn uns jemand offen und unvoreingenommen zu hört.

Fange heute damit an deinen Körper wieder zu lieben, er wird es dir mit Gesundheit, Wohlbefinden und viel Energie danken!

Mir würdest Du eine grosse Freude machen, wenn Du unten in den Kommentaren schreibst, wie es Dir damit geht! Danke dafür!

wie dein Körper sofort dein Bester Freund wird

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Meine Leidenschaft ist Gesundheit, deshalb wurde ich Physioterapeutin, später Komplementärtherapeutin mit Schwerpunkt Craniosacral Therapie. Ganzheitliche Gesundheit von Körper, Seele und Geist.
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